Informationen rund um RFID für Wirtschaft, Verbraucher und Politik

Frequenzen


Bei RFID-Systemen sind Funkwellen das Transportmedium von Information und Energie. Wie beim Radio, das auf Ultrakurzwellen-, Mittelwellen- und Langwellenfrequenzen sendet, gibt es auch für RFID-Anwendungen unterschiedliche Funkfrequenzbereiche. In der Regel nutzen RFID-Systeme für die Übertragung den Niedrig- (um 125 Kilohertz), Hoch- (13,56 Megahertz) oder Ultrahochfrequenzbereich (860 bis 960 Megahertz). Welcher Frequenzbereich jeweils der geeignete ist, hängt von der Art der Anwendung ab, da die verschiedenen Frequenzen unterschiedliche Eigenschaften haben – vor allem in Bezug auf Lesereichweite und -geschwindigkeit. Beides nimmt zu, je höher die Frequenz ist.

Damit RFID-Systeme weltweit kompatibel sind, benötigen Unternehmen einheitliche Standards. Im Warenmanagement hat sich in den vergangenen Jahren ein Schwerpunkt im Ultrahochfrequenzbereich gebildet. Vorteile sind eine schnelle Datenübertragung und die hohe Reichweite. Die Ergebnisse aus Pilotversuchen belegen die Praxistauglichkeit dieses Frequenzbereichs. Andere Branchen setzen dagegen auf Hochfrequenzen (HF). Sie kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Transponder aus kurzer Distanz ausgelesen werden. So verwendet beispielsweise die Pharmaindustrie HF-Transponder, um Arzneimittel zu kennzeichnen. Ein anderes Anwendungsgebiet sind Zutrittskarten für Skilifte oder öffentliche Verkehrsmittel.

Technologischer Fortschritt

Aufgrund einer zunehmenden Fokussierung auf die Ultrahochfrequenzen (UHF) in Handel und Konsumgüterindustrie haben die Technologieanbieter ihre Systeme schnell optimiert. Sie konnten beispielsweise UHF-Transponder entwickeln, mit denen sich Metallreflexionen und absorbierende Effekte vermeiden lassen. Diese Entwicklung zeigt, dass Standardisierung ein Motor des technologischen Fortschritts ist.

Funkregularien

Radios und Handys übertragen ihre Signale genau wie RFID-Systeme mittels Funkwellen. Damit es dabei nicht zu Störungen kommt, legen Funkregularien fest, welches Frequenzband für die unterschiedlichen Anwendungen reserviert ist. Die Nutzung von Radiofrequenzen für Identifikationszwecke (RFID) stellt dabei keinen spezifischen Anwendungsfall dar. RFID-Anwender können die so genannten ISM-Frequenzen nutzen, die für Industrielle, wissenschaftliche (Scientific) oder Medizinische Anwendungen generell freigegeben sind. Verantwortlich für die Vergabe der Frequenzen sind staatliche Einrichtungen und supranationale Organisationen.