RFID Standards
Die meisten bereits im Einsatz befindlichen RFID-Anwendungen stellen geschlossene Systeme dar – zum Beispiel Zugangskontrollen für Gebäude, Skilifte und Sportstadien oder im Pkw-Schlüssel integrierte elektronische Wegfahrsperren. In geschlossenen Systemen kann die Technologie exakt auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten werden – ohne Rücksicht auf Rahmenbedingungen außerhalb des Systems. Der Nachteil geschlossener Systeme besteht jedoch darin, dass auch der Nutzen der RFID-Lösung auf das jeweilige System begrenzt ist. Entwicklungs-, Einführungs- und Betriebskosten sind vollständig von den Systembetreibern aufzubringen. Innerhalb eines offenen RFID-Systems können alle Beteiligten über das System miteinander kommunizieren. Ein typisches Beispiel ist eine Lieferkette, in der Vorlieferanten, Hersteller, Logistikdienstleister und Händler Waren und Daten austauschen. In offenen Systemen profitieren also mehrere Akteure von den Vorteilen der RFID-Technologie, entsprechend lassen sich die Kosten aufteilen. Entscheidend für die Funktionsfähigkeit offener RFIDSysteme ist eine generelle Lesbarkeit der RFID-Transponder. Das erfordert die Existenz und Anwendung allgemeiner Standards.





