Informationen rund um RFID für Wirtschaft, Verbraucher und Politik

Schutz für Mensch und Umwelt


RFID und Gesundheit

In Europa bestehen eindeutige gesetzliche Vorschriften für die Übertragung von Informationen durch elektromagnetische Felder. Darüber hinaus hat eine internationale Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1998 Grenzwerte für die Strahlung empfohlen, die elektromagnetische Felder nicht überschreiten dürfen. Diese Werte sind so gewählt, dass nach dem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand durch die Anwendung der Technologie keine gesundheitlichen Risiken entstehen können.

Auf dieser Grundlage wurde in Deutschland die EN-Norm EN 50357 entwickelt. Darin sind die für RFID-Systeme geltenden Grenzwerte festgelegt.

RFID und Umwelt

RFID-Transponder, die Teil eines Elektrogeräts sind, werden nach derzeitigem Stand gemeinsam mit diesem als Elektroschrott entsorgt. Dies ist unter anderem in der so genannten WEEE-Richtlinie der Europäischen Union geregelt (Richtlinie 2002/96/EC über Elektro- und Elektronik-Altgeräte). Ist der Transponder dagegen Teil eines Produkts, das kein Elektrogerät ist, oder Teil einer Umverpackung oder als Aufkleber auf einem Produkt befestigt, erfolgt die Entsorgung über den normalen Hausmüll.

Mit wachsendem Einsatz der Technologie wird jedoch auch die Entsorgung bzw. Wiederverwertung von Transpondern eine wichtige Rolle spielen. Wiederverwertung der RFID-Transponder kommt vor allem bei Gegenständen in Frage, die sich ohnehin schon in Kreisläufen befinden. Dies gilt zum Beispiel für Transportverpackungen oder Paletten. Was die Entsorgung betrifft, so sind bis zu einer breiten Nutzung der Technologie noch erhebliche Fortschritte in der Materialforschung zu erwarten. Diese entwickelt derzeit Materialien, die zukünftig Metalle und Silizium ersetzen sollen. Die höchste Aufmerksamkeit erhält dabei die Polymertechnologie. Polymere enthalten weder Metalle noch Silizium; eine Entsorgung wäre dementsprechend unproblematisch möglich.