Forschung
Obwohl es RFID schon seit den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts gibt, gilt die Technologie noch als relativ jung. Entwicklungen unter anderem in der Chip-Industrie und der Miniaturisierung haben in den letzten Jahren ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Viele Trends in diesen Bereichen setzen sich fort, so dass auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit einer deutlichen Weiterentwicklung zu rechnen ist.
Wichtige Forschungsarbeiten zur RFID-Technologie hat in den 1990er-Jahren das Auto-ID-Center des Massachusetts Institute of Technology (MIT) geliefert. Auch heute ist das Institut eine der bedeutendsten Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet. Aus dem Auto-ID-Center ist die Standardisierungsorganisation EPCglobal entstanden.
Auch in Deutschland gibt es verschiedene Einrichtungen, die international eine führende Rolle bei der Weiterentwicklung der RFID-Technologie spielen. Dazu gehören verschiedene Institute der Fraunhofer-Gesellschaft wie beispielsweise das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik. In der Schweiz erhält das M-Lab der Universitäten St. Gallen und Zürich weltweite Anerkennung. Es gehört zum internationalen Verbund der Auto-IDLabs.
Die METRO Group hat zusammen mit der Standardisierungsorganisation GS1 Germany im Jahr 2005 ein Testlabor in Betrieb genommen. EPCglobal hat es als erstes Zentrum in Europa mit dem Titel European EPC Competence Center (EECC) ausgezeichnet. Es bietet Anwendern, Anbietern und Dienstleistern die nötigen Rahmenbedingungen, um die RFID-Technologie zu erforschen und weiterzuentwickeln.
Im DHL Innovation Center in Troisdorf forscht das Logistikunternehmen zusammen mit Partnern an innovativen Lösungen für die Logistik. In einem Showroom werden die neuesten Entwicklungen zum Anfassen präsentiert.
Die Bundesregierung, die EU-Kommission und weitere politische Akteure unterstützen die Forschung mit Fördergeldern. Die Bundesregierung unterstützt die Forschung beispielsweise über das Förderprojekt „next generation media“ des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie und den Bereich Mikrosystemtechnik des Ministeriums für Bildung und Forschung. Die EU-Kommission bietet vor allem über das 7. Forschungsrahmenprogramm diverse Unterstützung.




