Informationen rund um RFID für Wirtschaft, Verbraucher und Politik

Öffentlicher Sektor


Reisepass

Im November 2005 wurde in Deutschland der so genannte ePass eingeführt, ein Reisepass, der einen RFID-Chip enthält. Darauf sind alle Daten des Passes, einschließlich einer digitalisierten Version des Lichtbilds, elektronisch gespeichert. Darüber hinaus bleiben die Pässe unverändert und die technischen Standards sind weltweit einheitlich. Neben den EU-Staaten haben auch Japan, die USA, Australien, Russland, Kanada, die Schweiz und andere Staaten die elektronischen Pässe eingeführt. Ab November 2007 werden auf dem Transponder im deutschen Reisepass zudem die Fingerabdrücke gespeichert. Sie werden durch eine zusätzliche Chiffrierung geschützt.
Weitere Informationen

Bibliothek

Die Wiener Hauptbibliothek hat ihr Ausleihsystem auf RFID umgestellt. Alle Verleihmedien sind mit Transpondern ausgestattet. Die Technologie beschleunigt den Ausleihvorgang erheblich. Außerdem sind die Bücher besser vor Diebstahl geschützt. Auch die Stadtbüchereien Stuttgart und Siegburg sowie die Bücherei des Vatikans verwenden die RFID-Technologie.
www.buechereien.wien.at
www.siegburg.de

Entsorgung

Vor dem Hintergrund gestiegener Entsorgungskosten haben verschiedene deutsche Gemeinden, z. B. Bremen oder die bayerischen Landkreise Hof, Erlangen-Höchstadt, Mühldorf am Inn, Kehlheim oder Heiligenstadt, RFID-Systeme eingeführt. Dadurch wurden nicht nur Prozesse optimiert, sondern auch eine verursachergerechte Kostenabrechnung ermöglicht. Einige Gemeinden bieten ihren Bürgern sogar schon Abfallkostenabrechnungen nach Gewicht. Durch robuste Transponder auf den Mülltonnen sowie Waagen auf den Entsorgungsfahrzeugen bekommt jeder Haushalt exakt seine Müllmenge berechnet.
http://www.fujitsu-siemens.de/Resources/134/1687122721.pdf